Hreflang-Attribut

Das Hreflang-Attribut ist ein unverzichtbares Werkzeug für mehrsprachige und internationale Websites. Es hilft Suchmaschinen dabei, die richtige Sprachversion einer Seite für die entsprechende Zielgruppe anzuzeigen. Besonders für Unternehmen mit globaler Präsenz ist die korrekte Implementierung von Hreflang entscheidend, um Duplicate Content zu vermeiden und die Nutzererfahrung zu optimieren. In diesem umfassenden Glossar-Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über das Hreflang-Attribut, seine Funktionsweise und die richtige Anwendung.

Was ist das Hreflang-Attribut?

Inhaltsverzeichnis

Das Hreflang-Attribut ist ein HTML-Element, das Suchmaschinen signalisiert, welche Sprach- und Regionalversionen einer Webseite existieren. Es wurde 2011 von Google eingeführt und wird mittlerweile auch von anderen Suchmaschinen wie Yandex unterstützt. Das Attribut ermöglicht es Webseitenbetreibern, Google und anderen Suchmaschinen mitzuteilen, dass bestimmte Seiten gezielt für verschiedene Sprachen oder Regionen erstellt wurden.

Wichtige Definition

Hreflang steht für „href language“ und ist ein rel-Attribut, das die Beziehung zwischen mehrsprachigen oder regionalen Versionen derselben Seite definiert. Es verhindert, dass Suchmaschinen diese Varianten als Duplicate Content bewerten und stellt sicher, dass Nutzer die für sie relevante Sprachversion in den Suchergebnissen sehen.

Warum ist Hreflang wichtig?

In einer zunehmend globalisierten digitalen Welt ist die korrekte Sprachausrichtung von Webinhalten entscheidend für den Erfolg. Das Hreflang-Attribut löst mehrere zentrale Probleme gleichzeitig und bietet erhebliche Vorteile für internationale Websites.

1 Duplicate Content vermeiden

Verhindert, dass Suchmaschinen ähnliche Inhalte in verschiedenen Sprachen als Duplikate bewerten, was sich negativ auf das Ranking auswirken würde.

2 Bessere Nutzererfahrung

Nutzer sehen automatisch die für ihre Sprache und Region relevante Version in den Suchergebnissen, was die Absprungrate reduziert.

3 Höhere Conversion-Rate

Besucher, die Inhalte in ihrer Muttersprache vorfinden, konvertieren mit einer bis zu 70% höheren Wahrscheinlichkeit.

4 Gezielte regionale Ansprache

Ermöglicht die Unterscheidung zwischen Sprachvarianten wie Deutsch für Deutschland (de-DE) und Deutsch für Österreich (de-AT).

5 Verbesserte SEO-Performance

Korrekt implementierte Hreflang-Tags können die Sichtbarkeit in internationalen Suchergebnissen um bis zu 35% steigern.

6 Wettbewerbsvorteil

Viele Websites implementieren Hreflang fehlerhaft oder gar nicht – korrekte Nutzung verschafft einen deutlichen Vorteil.

Syntax und Aufbau des Hreflang-Attributs

Das Hreflang-Attribut folgt einer spezifischen Syntax, die präzise eingehalten werden muss, damit Suchmaschinen die Informationen korrekt verarbeiten können. Es gibt verschiedene Implementierungsmethoden, die je nach Website-Struktur gewählt werden sollten.

Grundlegende Syntax

Die Basis-Syntax des Hreflang-Attributs besteht aus drei Hauptkomponenten:

<link rel="alternate" hreflang="sprache-region" href="URL" />

Komponenten im Detail

rel=“alternate“

Definiert die Beziehung als alternative Version der aktuellen Seite.

hreflang=“xx-YY“

Gibt die Sprache (ISO 639-1) und optional die Region (ISO 3166-1 Alpha 2) an.

href=“URL“

Die vollständige URL zur alternativen Sprachversion der Seite.

Praktisches Beispiel

Eine deutsche Website mit Versionen für Deutschland, Österreich, Schweiz und einer englischen Fallback-Version würde folgende Hreflang-Tags im Head-Bereich verwenden:

<link rel=“alternate“ hreflang=“de-DE“ href=“https://beispiel.de/“ />
<link rel=“alternate“ hreflang=“de-AT“ href=“https://beispiel.de/at/“ />
<link rel=“alternate“ hreflang=“de-CH“ href=“https://beispiel.de/ch/“ />
<link rel=“alternate“ hreflang=“en“ href=“https://beispiel.de/en/“ />
<link rel=“alternate“ hreflang=“x-default“ href=“https://beispiel.de/“ />

Das x-default Attribut

Best Practice: x-default verwenden

Das x-default Hreflang-Attribut definiert eine Fallback-Seite für Nutzer, deren Sprache oder Region nicht explizit abgedeckt wird. Dies ist besonders wichtig für internationale Websites mit mehreren Sprachversionen. Google empfiehlt die Verwendung von x-default seit 2013 ausdrücklich.

Implementierungsmethoden

Es gibt drei verschiedene Methoden, um Hreflang-Attribute zu implementieren. Jede hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile, abhängig von der Website-Struktur und den technischen Möglichkeiten.

HTML-Head-Methode

Die Link-Elemente werden direkt im <head>-Bereich jeder HTML-Seite eingefügt. Diese Methode ist am weitesten verbreitet und wird von allen Suchmaschinen unterstützt.

Vorteile: Einfach zu implementieren, direkt im Quellcode sichtbar, keine zusätzlichen Dateien erforderlich.

Nachteile: Bei vielen Sprachversionen wird der Head-Bereich unübersichtlich, Wartungsaufwand bei Änderungen.

HTTP-Header-Methode

Hreflang-Informationen werden über HTTP-Header übermittelt. Besonders geeignet für Nicht-HTML-Dateien wie PDFs.

Link: <https://beispiel.de/>; rel=“alternate“; hreflang=“de-DE“
Link: <https://beispiel.de/en/>; rel=“alternate“; hreflang=“en“

Vorteile: Ideal für PDFs und andere Dokumente, kein Eingriff in HTML-Code nötig.

Nachteile: Serverkonfiguration erforderlich, schwieriger zu testen und zu debuggen.

XML-Sitemap-Methode

Alle Hreflang-Informationen werden zentral in der XML-Sitemap hinterlegt. Diese Methode eignet sich besonders für große Websites mit vielen Sprachversionen.

<url>
<loc>https://beispiel.de/</loc>
<xhtml:link rel=“alternate“ hreflang=“de-DE“ href=“https://beispiel.de/“ />
<xhtml:link rel=“alternate“ hreflang=“en“ href=“https://beispiel.de/en/“ />
</url>

Vorteile: Zentrale Verwaltung, übersichtlich bei vielen Seiten, einfache Wartung.

Nachteile: Größere Sitemap-Dateien, möglicherweise langsamere Verarbeitung durch Suchmaschinen.

Sprachcodes und Ländercodes

Die korrekte Verwendung von Sprach- und Ländercodes ist entscheidend für die Funktionalität des Hreflang-Attributs. Die Codes folgen internationalen Standards und müssen exakt eingehalten werden.

ISO 639-1 Sprachcodes (Auswahl)

de – Deutsch
en – Englisch
fr – Französisch
es – Spanisch
it – Italienisch
pt – Portugiesisch
nl – Niederländisch
pl – Polnisch
ru – Russisch
ja – Japanisch
zh – Chinesisch
ar – Arabisch

Kombination mit Ländercodes

Für eine noch präzisere Zielgruppenansprache können Sprachcodes mit Ländercodes (ISO 3166-1 Alpha 2) kombiniert werden. Dies ist besonders wichtig, wenn dieselbe Sprache in verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Inhalten bedient werden soll.

Hreflang-Code Bedeutung Anwendungsfall
en-US Englisch für USA US-amerikanisches Englisch mit Dollar-Preisen
en-GB Englisch für Großbritannien Britisches Englisch mit Pfund-Preisen
de-DE Deutsch für Deutschland Deutsche Rechtschreibung, EUR-Preise, deutsches Recht
de-AT Deutsch für Österreich Österreichische Besonderheiten, lokale Angebote
de-CH Deutsch für Schweiz Schweizer Hochdeutsch, CHF-Preise
fr-CA Französisch für Kanada Kanadisches Französisch (Québec)
pt-BR Portugiesisch für Brasilien Brasilianisches Portugiesisch
es-MX Spanisch für Mexiko Mexikanisches Spanisch

Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

Bei der Implementierung von Hreflang-Attributen passieren häufig Fehler, die die Funktionalität beeinträchtigen oder komplett außer Kraft setzen. Die Vermeidung dieser Fehler ist entscheidend für den Erfolg internationaler SEO-Strategien.

Die 10 häufigsten Hreflang-Fehler

1. Fehlende Selbstreferenz

Jede Seite muss auch auf sich selbst mit dem entsprechenden Hreflang-Tag verweisen. Dies wird oft vergessen und führt zu Verarbeitungsfehlern.

2. Einseitige Verlinkung

Wenn Seite A auf Seite B verweist, muss Seite B auch auf Seite A zurückverweisen. Diese bidirektionale Verlinkung ist zwingend erforderlich.

3. Falsche Sprachcodes

Verwendung nicht standardisierter Codes wie „ger“ statt „de“ oder „eng“ statt „en“ führt dazu, dass Hreflang ignoriert wird.

4. Relative statt absolute URLs

Hreflang-Tags müssen immer absolute URLs mit Protokoll (https://) enthalten. Relative URLs werden nicht verarbeitet.

5. Falsche Canonical-Tags

Der Canonical-Tag sollte auf dieselbe Sprachversion zeigen, nicht auf eine andere. Dies führt sonst zu widersprüchlichen Signalen.

6. Nicht existierende Seiten

Hreflang-Links auf 404-Seiten oder weiterleitende URLs führen zu Fehlern und werden von Suchmaschinen ignoriert.

⚠ Achtung: Kritische Fehlerquellen

Fehlende x-default: Ohne x-default-Angabe können internationale Nutzer auf falsche Sprachversionen geleitet werden.

Inkonsistente Implementierung: Wenn nur auf einigen Seiten Hreflang-Tags vorhanden sind, verwirrt das Suchmaschinen und kann zu Rankings in der falschen Region führen.

Zu viele Sprachversionen pro Tag: Mehr als 50 Hreflang-Verweise pro Seite können zu Performance-Problemen führen und sollten vermieden werden.

Validierung und Testing

Um Fehler zu identifizieren und zu beheben, sollten Hreflang-Implementierungen regelmäßig überprüft werden:

Google Search Console nutzen

Die Search Console zeigt unter „Internationale Ausrichtung“ > „Sprache“ alle erkannten Hreflang-Tags und potenzielle Fehler an. Überprüfen Sie diesen Bereich mindestens monatlich.

Hreflang-Testing-Tools einsetzen

Spezialisierte Tools wie Hreflang Tags Testing Tool oder Merkle’s Hreflang Tag Testing Tool analysieren die Implementierung und zeigen Fehler detailliert auf.

Manuelle Quellcode-Prüfung

Überprüfen Sie stichprobenartig den HTML-Quellcode verschiedener Sprachversionen, um sicherzustellen, dass alle Tags korrekt implementiert sind.

Crawler-Analyse durchführen

Nutzen Sie SEO-Crawler wie Screaming Frog oder Sitebulb, um alle Seiten auf korrekte Hreflang-Implementierung zu prüfen.

Best Practices für die Hreflang-Implementierung

Die erfolgreiche Nutzung von Hreflang erfordert mehr als nur die technisch korrekte Implementierung. Folgende Best Practices haben sich in der Praxis bewährt und führen zu optimalen Ergebnissen.

✓ Empfohlene Vorgehensweise

Konsistenz ist entscheidend: Implementieren Sie Hreflang auf allen Seiten Ihrer Website konsistent. Eine teilweise Implementierung kann mehr Schaden anrichten als gar keine.

Dokumentation führen: Erstellen Sie eine Übersicht aller Sprachversionen und ihrer URLs. Dies erleichtert Wartung und Fehlerbehebung erheblich.

Regelmäßige Audits: Überprüfen Sie Ihre Hreflang-Implementierung quartalsweise, besonders nach Website-Relaunches oder größeren Änderungen.

Content-Strategie für mehrsprachige Websites

Hreflang allein reicht nicht aus – der Content selbst muss für die jeweilige Zielgruppe optimiert sein:

Aspekt Anforderung Auswirkung
Einzigartiger Content Jede Sprachversion sollte eigenständigen, übersetzten Content haben Verhindert Duplicate Content, verbessert Nutzererfahrung
Lokalisierung Anpassung an kulturelle Besonderheiten, nicht nur Übersetzung Höhere Conversion-Raten, bessere Nutzerbindung
Währungen & Maßeinheiten Regionale Anpassung von Preisen und Einheiten Reduziert Verwirrung, erhöht Vertrauen
Rechtliche Anpassungen Impressum, Datenschutz, AGB für jede Region Rechtssicherheit, Compliance
Lokale Keywords Keyword-Recherche für jede Sprache/Region separat Bessere Rankings in lokalen Suchergebnissen

Technische Umsetzung in gängigen CMS

WordPress

Für WordPress existieren mehrere Plugins, die Hreflang automatisch implementieren:

  • WPML: Das umfassendste Multilingual-Plugin mit automatischer Hreflang-Generierung
  • Polylang: Kostenlose Alternative mit guter Hreflang-Unterstützung
  • Yoast SEO: In Kombination mit WPML oder Polylang für optimale SEO-Einstellungen
  • Rank Math: Bietet integrierte Multilingual-Unterstützung mit Hreflang-Tags

Shopify

Shopify unterstützt seit 2021 nativ mehrsprachige Shops mit automatischer Hreflang-Generierung. Die Implementierung erfolgt über:

  • Shopify Markets für internationale Märkte
  • Automatische Hreflang-Tags im Theme-Code
  • Geotargeting-Funktionen für automatische Weiterleitung

Drupal

Drupal bietet native Multilingual-Funktionen mit dem „Language“ Modul, das automatisch Hreflang-Tags generiert, wenn korrekt konfiguriert.

Hreflang und technisches SEO

Die Integration von Hreflang in eine umfassende technische SEO-Strategie ist entscheidend für den Erfolg mehrsprachiger Websites. Verschiedene technische Aspekte müssen aufeinander abgestimmt werden.

Zusammenspiel mit anderen SEO-Elementen

Canonical-Tags

Jede Sprachversion sollte einen Canonical-Tag auf sich selbst haben. Cross-Language-Canonicals sind fast immer falsch und sollten vermieden werden.

XML-Sitemaps

Erstellen Sie separate Sitemaps für jede Sprachversion oder integrieren Sie Hreflang-Informationen in eine zentrale Sitemap.

Robots.txt

Stellen Sie sicher, dass alle Sprachversionen für Suchmaschinen crawlbar sind und nicht versehentlich blockiert werden.

Strukturierte Daten

Schema.org Markup sollte ebenfalls in der jeweiligen Sprache implementiert werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

URL-Struktur für mehrsprachige Websites

Die Wahl der URL-Struktur hat direkte Auswirkungen auf die Hreflang-Implementierung:

Struktur Beispiel Vorteile Nachteile
ccTLD beispiel.de
beispiel.at
beispiel.ch
Stärkste geografische Signale, höchstes Vertrauen Hohe Kosten, aufwändige Verwaltung
Subdomain de.beispiel.com
at.beispiel.com
Klare Trennung, einfache Serverstandorte Jede Subdomain startet bei Null mit Authority
Unterverzeichnis beispiel.com/de/
beispiel.com/at/
Alle profitieren von Domain Authority, einfache Verwaltung Schwächere geografische Signale
Parameter beispiel.com?lang=de Einfache Implementierung Nicht empfohlen, schlechteste SEO-Performance

Empfehlung für 2025

Die Unterverzeichnis-Struktur (beispiel.com/de/, beispiel.com/en/) hat sich als optimaler Kompromiss etabliert. Sie kombiniert einfache Verwaltung mit guter SEO-Performance und wird von 67% der Fortune 500-Unternehmen für ihre internationalen Websites verwendet.

Monitoring und Erfolgsmessung

Die Implementierung von Hreflang ist kein einmaliger Vorgang, sondern erfordert kontinuierliches Monitoring und Optimierung. Nur durch regelmäßige Überprüfung können Sie sicherstellen, dass die Tags korrekt funktionieren und die gewünschten Ergebnisse liefern.

Key Performance Indicators (KPIs)

Organische Sichtbarkeit pro Region

Überwachen Sie die Keyword-Rankings in jeder Zielregion separat. Tools wie SEMrush oder Ahrefs ermöglichen regionsspezifische Tracking.

Traffic-Verteilung

Analysieren Sie in Google Analytics, ob Nutzer auf den richtigen Sprachversionen landen. Hoher Traffic aus falschen Regionen deutet auf Probleme hin.

Absprungrate nach Sprache

Eine hohe Absprungrate bei bestimmten Sprachversionen kann auf falsche Hreflang-Zuordnung oder schlechte Übersetzungen hinweisen.

Conversion-Rate pro Region

Vergleichen Sie Conversion-Raten zwischen Sprachversionen. Niedrige Werte können auf Lokalisierungsprobleme hindeuten.

Indexierungsstatus

Prüfen Sie regelmäßig in der Search Console, ob alle Sprachversionen korrekt indexiert sind.

Hreflang-Fehler

Die Search Console meldet Hreflang-Fehler. Beheben Sie diese umgehend, da sie die gesamte Implementierung beeinträchtigen können.

Typische Warnsignale

Diese Signale deuten auf Hreflang-Probleme hin:

  • Sinkende Rankings in spezifischen Regionen ohne erkennbare andere Ursachen
  • Nutzer aus Deutschland landen auf englischen Seiten oder umgekehrt
  • Duplicate Content Warnungen in der Search Console trotz Hreflang-Tags
  • Ungewöhnlich hohe Absprungraten bei internationalen Besuchern
  • Falsche Snippets in den Suchergebnissen (deutsche Seite zeigt englischen Text)

Zukunft und Entwicklung von Hreflang

Das Hreflang-Attribut wird auch in Zukunft eine zentrale Rolle im internationalen SEO spielen, auch wenn sich die Rahmenbedingungen weiterentwickeln. Aktuelle Trends und Entwicklungen deuten auf folgende Veränderungen hin:

Aktuelle Entwicklungen 2025

KI-basierte Spracherkennung

Google verbessert kontinuierlich seine Fähigkeit, Inhalte automatisch Sprachen und Regionen zuzuordnen. Dennoch bleibt Hreflang der zuverlässigste Weg für präzise Steuerung.

Automatisierung

Moderne CMS und Frameworks bieten zunehmend native Hreflang-Unterstützung, was die Implementierung vereinfacht und Fehlerquellen reduziert.

Mobile-First Indexierung

Mit der vollständigen Umstellung auf Mobile-First ist die korrekte Hreflang-Implementierung auch in mobilen Versionen kritischer denn je.

Core Web Vitals

Die Performance mehrsprachiger Websites wird wichtiger. Zu viele Hreflang-Tags können die Ladezeit beeinflussen – Optimierung ist gefragt.

Strategische Empfehlungen

Investieren Sie in professionelle Lokalisierung

Maschinelle Übersetzungen reichen nicht aus. Professionelle Lokalisierung erhöht die Conversion-Rate um durchschnittlich 70% und verbessert die Nutzersignale, die auch für Rankings relevant sind.

Implementieren Sie ein robustes Testing-Framework

Automatisierte Tests sollten bei jedem Deployment prüfen, ob Hreflang-Tags korrekt sind. Dies verhindert, dass Fehler unbemerkt in die Produktion gelangen.

Bleiben Sie auf dem aktuellen Stand

Google und andere Suchmaschinen entwickeln ihre Algorithmen ständig weiter. Verfolgen Sie offizielle Ankündigungen und passen Sie Ihre Strategie entsprechend an.

Priorisieren Sie wichtige Märkte

Nicht jede Sprache muss sofort implementiert werden. Fokussieren Sie sich zunächst auf die wichtigsten Zielmärkte und expandieren Sie schrittweise.

Zusammenfassung

Das Hreflang-Attribut ist ein unverzichtbares Werkzeug für jede mehrsprachige oder international ausgerichtete Website. Es löst das fundamentale Problem der korrekten Sprachzuordnung in Suchmaschinen und verhindert gleichzeitig Duplicate Content-Probleme. Die korrekte Implementierung erfordert technisches Verständnis, sorgfältige Planung und kontinuierliches Monitoring.

Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick

  • Hreflang ist kein Nice-to-have: Für internationale Websites ist es essentiell für SEO-Erfolg
  • Bidirektionale Verlinkung ist Pflicht: Alle Sprachversionen müssen aufeinander verweisen
  • x-default nicht vergessen: Definiert die Fallback-Version für nicht abgedeckte Regionen
  • Konsistenz ist entscheidend: Implementierung muss auf allen Seiten einheitlich sein
  • Regelmäßige Überprüfung notwendig: Hreflang-Tags erfordern kontinuierliches Monitoring
  • Content-Qualität zählt: Technisch perfekte Tags nützen nichts ohne hochwertige Lokalisierung

Mit einem geschätzten Marktanteil von über 60% bei internationalen E-Commerce-Websites ist Hreflang zum Standard geworden. Websites, die es korrekt implementieren, profitieren von durchschnittlich 35% höherer Sichtbarkeit in internationalen Märkten und signifikant besseren Conversion-Raten. Die Investition in eine professionelle Hreflang-Implementierung zahlt sich damit nachweislich aus und sollte bei jeder internationalen SEO-Strategie oberste Priorität haben.

Was genau ist das Hreflang-Attribut und wofür wird es verwendet?

Das Hreflang-Attribut ist ein HTML-Element, das Suchmaschinen die Sprach- und Regionalzuordnung von Webseiten mitteilt. Es wird im Link-Tag mit rel=“alternate“ verwendet und signalisiert Google sowie anderen Suchmaschinen, welche Version einer Seite für welche Zielgruppe gedacht ist. Dadurch werden Nutzern automatisch die passenden Sprachversionen in den Suchergebnissen angezeigt und Duplicate Content wird vermieden.

Wie implementiere ich Hreflang-Tags korrekt auf meiner Website?

Hreflang-Tags können auf drei Arten implementiert werden: im HTML-Head-Bereich als Link-Element, über HTTP-Header oder zentral in der XML-Sitemap. Die HTML-Methode ist am weitesten verbreitet. Wichtig ist, dass jede Seite auf alle ihre Sprachvarianten verweist (inklusive sich selbst) und die Verlinkung bidirektional erfolgt. Verwenden Sie immer absolute URLs und standardisierte ISO-Sprachcodes wie „de-DE“ oder „en-GB“.

Welche Vorteile bringt die Verwendung von Hreflang für meine internationale Website?

Hreflang bietet mehrere entscheidende Vorteile: Es verhindert Duplicate Content-Probleme bei mehrsprachigen Inhalten, verbessert die Nutzererfahrung durch automatische Anzeige der richtigen Sprachversion und erhöht die Conversion-Rate um bis zu 70%. Zudem ermöglicht es präzise regionale Unterscheidungen (z.B. de-DE vs. de-AT) und kann die Sichtbarkeit in internationalen Suchergebnissen um durchschnittlich 35% steigern.

Was sind die häufigsten Fehler bei der Hreflang-Implementierung?

Zu den häufigsten Fehlern gehören fehlende Selbstreferenzen (jede Seite muss auch auf sich selbst verweisen), einseitige statt bidirektionale Verlinkungen und die Verwendung relativer statt absoluter URLs. Weitere kritische Fehler sind falsche oder nicht standardisierte Sprachcodes, widersprüchliche Canonical-Tags und das Fehlen des x-default-Attributs für eine Fallback-Version. Diese Fehler führen dazu, dass Suchmaschinen die Hreflang-Tags ignorieren oder falsch interpretieren.

Wie überprüfe ich, ob meine Hreflang-Tags korrekt funktionieren?

Die Überprüfung erfolgt am besten über die Google Search Console unter „Internationale Ausrichtung“ > „Sprache“, wo alle erkannten Hreflang-Tags und Fehler angezeigt werden. Zusätzlich sollten spezialisierte Testing-Tools wie das Hreflang Tags Testing Tool oder SEO-Crawler wie Screaming Frog eingesetzt werden. Wichtig ist auch die manuelle Stichprobenprüfung im Quellcode verschiedener Sprachversionen sowie die Analyse von Traffic-Daten und Absprungraten pro Sprachversion in Google Analytics.

Letzte Bearbeitung am Dienstag, 28. Oktober 2025 – 14:22 Uhr von Alex, Webmaster für Google und Bing SEO.

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