Das blockquote-Element kennzeichnet ein längeres Zitat aus einer anderen Quelle. Für kurze Zitate innerhalb eines Satzes gibt es q, das die Anführungszeichen selbst setzt.

Die beiden Formen

<blockquote cite="https://www.w3.org/TR/WCAG22/">
  <p>Inhalte müssen wahrnehmbar, bedienbar,
     verständlich und robust sein.</p>
</blockquote>

<p>Die Richtlinie fordert, dass Inhalte
   <q cite="https://www.w3.org/TR/WCAG22/">robust</q> sind.</p>

Das cite-Attribut nennt die Adresse der Quelle. Sichtbar ist es nicht – Browser zeigen es nicht an. Es dient Maschinen und ersetzt keine lesbare Quellenangabe.

Wohin die Quellenangabe gehört

Ein häufiger Fehler ist die Angabe innerhalb des Zitats: Dann behauptet das Markup, die Quellenzeile sei Teil des Zitierten. Richtig ist der Weg über figure:

<figure>
  <blockquote>
    <p>Der Text des Zitats.</p>
  </blockquote>
  <figcaption>
    — Vorname Nachname, <cite>Titel des Werks</cite>
  </figcaption>
</figure>

Das cite-Element – nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Attribut – bezeichnet dabei den Titel des Werks, nicht den Namen der Person.

Kein Zitat, nur eingerückt

Vor CSS wurde blockquote häufig für Einzüge missbraucht. Wer heute Text einrücken will, macht das im Stylesheet:

<!-- falsch: kein Zitat, nur Gestaltung -->
<blockquote>Hinweis für Fortgeschrittene</blockquote>

<!-- richtig -->
<aside class="hinweis">
  <p>Hinweis für Fortgeschrittene</p>
</aside>

Was hineindarf

In ein blockquote gehört Flow Content – in der Regel also mindestens ein Absatz. Blanker Text ohne p ist zulässig, macht die Gestaltung aber unnötig umständlich, weil der Abstand dann am Zitat statt am Absatz hängt.

Für urheberrechtlich geschützte Texte gilt unabhängig von der Auszeichnung: Ein Zitat braucht einen Zweck, muss als solches erkennbar sein und darf nicht das Original ersetzen. Das Markup ändert daran nichts.