Das i-Element kennzeichnet Text, der aus einem anderen Grund vom umgebenden abweicht – ein Fremdwort, ein Fachbegriff, ein Gedanke, ein Eigenname aus einer bestimmten Gattung. Voreingestellt wird es kursiv dargestellt.
Der Unterschied zu em
<p>Er hat es <em>heute</em> gesagt.</p>
<p>Der Begriff <i lang="la">habeas corpus</i>
stammt aus dem Rechtswesen.</p>
Im ersten Satz verändert die Betonung den Sinn – nicht gestern, sondern heute. Ein Screenreader kann das durch die Sprechweise wiedergeben. Im zweiten Satz ändert sich am Sinn nichts; der Ausdruck gehört nur einer anderen Sprache an.
Das Sprachattribut ist dabei kein Beiwerk: Es sagt der Sprachausgabe, wie sie den Ausdruck aussprechen soll.
Die typischen Anwendungsfälle
- Fremdsprachige Ausdrücke, zusammen mit
lang - Fachbegriffe bei ihrer ersten Nennung
- Wissenschaftliche Artnamen
- Namen von Schiffen, Zügen, Kunstwerken
- Gedanken einer Figur in einem erzählenden Text
Was nicht hierher gehört
Buch- und Filmtitel im Fließtext sind ein Grenzfall: Häufiger passt cite, das ausdrücklich für die Nennung eines Werks vorgesehen ist.
<p>Nachzulesen in <cite>Der Struwwelpeter</cite>.</p>
Und wie beim b-Element gilt: Wenn es rein um Gestaltung geht – kursiv, weil es hübscher aussieht –, ist das eine CSS-Frage und kein Fall für ein Element.
Kurzer Vergleich
<em>…</em> Betonung, verändert den Sinn
<i>…</i> abweichend, ohne Sinnänderung
<cite>…</cite> Titel eines Werks
<dfn>…</dfn> Begriff, der hier definiert wird