Das u-Element kennzeichnet Text, der eine nicht-textliche Anmerkung trägt – der klassische Fall ist ein als falsch markiertes Wort. Voreingestellt unterstreichen Browser es.
Das Grundproblem
Unterstreichung bedeutet im Web seit dreißig Jahren: hier ist ein Verweis. Wer Text unterstreicht, der keiner ist, erzeugt einen Klick, der ins Leere geht – und Nutzer, die aufhören, Unterstreichungen zu vertrauen.
<!-- führt in die Irre -->
<p><u>Wichtiger Hinweis</u>: Bitte lesen.</p>
<!-- sagt, was gemeint ist -->
<p><strong>Wichtiger Hinweis</strong>: Bitte lesen.</p>
Wo es tatsächlich passt
Die Spezifikation nennt zwei brauchbare Fälle: Rechtschreibfehler, die als solche markiert werden sollen, und Eigennamen in chinesischen Texten, wo die Unterstreichung typografische Konvention ist.
<p>Im Original stand:
<u class="fehler">Rechtschreibfeler</u>.</p>
Üblich ist dabei, die Darstellung anzupassen – etwa eine gewellte rote Linie statt einer durchgezogenen –, damit gerade nicht der Eindruck eines Verweises entsteht:
.fehler {
text-decoration: underline wavy #c0392b;
}
Die verwandten Elemente
<ins>…</ins> eingefügter Text, voreingestellt unterstrichen
<del>…</del> gelöschter Text, voreingestellt durchgestrichen
<s>…</s> nicht mehr zutreffend, etwa ein alter Preis
<mark>…</mark> hervorgehoben mit Bezug zur aktuellen Suche
Bei Änderungen an einem Dokument sind ins und del die richtige Wahl. Sie nehmen zusätzlich die Attribute datetime und cite auf, mit denen sich Zeitpunkt und Begründung einer Änderung festhalten lassen.
Und die Verweise selbst?
Umgekehrt gilt: Verweise im Fließtext sollten unterstrichen bleiben. Eine Unterscheidung allein über die Farbe genügt den Zugänglichkeitsanforderungen nicht – wer Farben schlecht unterscheidet, erkennt den Verweis sonst nicht.