Der amtliche Prüfdienst. Er nimmt eine Adresse, eine hochgeladene Datei oder eingefügten Quelltext und meldet jede Abweichung von der Spezifikation mit Zeile und Spalte. Wer ihn zum ersten Mal auf eine gewachsene Website loslässt, bekommt oft dreis…
Validierung: Woran man gültiges HTML erkennt
Browser sind nachsichtig. Fehlt ein schließendes Element, ist etwas falsch verschachtelt oder steht ein Attribut an einer Stelle, an der es nichts zu suchen hat, reparieren sie das im Hintergrund – jeder auf seine Weise. Deshalb ist ein Dokument, das „im Browser funktioniert", noch lange nicht korrekt.
Warum Gültigkeit trotzdem zählt
Ein weit verbreitetes Missverständnis vorweg: Gültiges HTML ist kein Rangfaktor bei Suchmaschinen. Wer valide Dokumente ausliefert, rankt deswegen nicht besser.
Der Nutzen liegt woanders, und er ist handfester:
- Vorhersagbarkeit. Wo der Browser raten muss, raten verschiedene Browser verschieden. Fehler dieser Art zeigen sich oft erst auf einem Gerät, das man nicht getestet hat.
- Zugänglichkeit. Hilfsmittel arbeiten mit dem abgeleiteten Baum. Ist die Struktur kaputt, ist auch dieser Baum kaputt – und die Seite für Menschen mit Bildschirmleser schwer bedienbar.
- Maschinelle Auswertung. Antwortsysteme und Suchmaschinen entnehmen Inhalte anhand der Struktur. Was strukturell nicht erkennbar ist, wird schlechter entnommen.
Drei Stufen der Prüfung
Eine Prüfung, die man aufrufen muss, wird vergessen. Deshalb lohnt es sich, sie an drei Stellen zu verankern:
- Beim Schreiben – im Editor, während man tippt.
- Vor der Veröffentlichung – über alle erzeugten Dateien, automatisiert.
- Im Zweifel – gegen den amtlichen Prüfdienst, wenn eine Meldung unklar ist.
Die Werkzeuge dafür sind fast alle kostenlos. Eine Einordnung, welches wofür taugt, steht unter Werkzeuge.
Der häufigste Einwand
„Meine Seite hat 40 Fehler und sieht trotzdem gut aus." Meist stimmt beides. Typischerweise sind es wenige Ursachen, die vielfach gezählt werden – ein nicht geschlossenes Element erzeugt Folgefehler bis zum Dokumentende. Wer die ersten drei behebt, ist oft neununddreißig los.
Werkzeuge in Validierung
Unter der Weboberfläche des W3C arbeitet dieses Programm. Es lässt sich herunterladen und selbst betreiben – als Kommandozeilenwerkzeug oder als eigener Dienst. Zwei Gründe sprechen dafür. Erstens verlassen die Dokumente das Haus nicht; bei Kundenp…
Eine Prüfung, die man aufrufen muss, wird vergessen. Diese läuft im Editor mit und markiert Verstöße direkt in der Zeile – doppelte Kennungen, fehlende Alternativtexte, uneinheitliche Schreibweise von Attributen. Der Regelsatz wird in einer Datei i…
Der Unterschied zu einer Prüfung im Editor: Hier entscheidet das Ergebnis, ob veröffentlicht wird. Ein Durchlauf über die erzeugten Dateien, und bei einem Verstoß bricht der Vorgang ab. Das klingt streng und ist der Punkt. Fehler, die niemanden auf…
Eigenes Projekt – das gehört an den Anfang. Der Anlass war eine wiederkehrende Beobachtung aus der Beratung: Die amtliche Prüfung nennt den Fehler korrekt, aber in einer Sprache, die voraussetzt, dass man die Spezifikation kennt. „Element X not all…
Prüft die Angaben, die niemand sieht und die trotzdem wirken: Sprache, Zeichenkodierung, Textrichtung. Der häufigste Fund auf deutschsprachigen Seiten ist eine Sprachangabe, die auf Englisch steht – übernommen aus einer Vorlage und nie geändert. Si…